Zu Besuch in der Diaccia Botrona

Was würden Sie vermuten, liegt zwischen den Städten Grosseto und Castiglione della Pescaia? Neben grossen Pinienwäldern und einem wirklich schönen Strand, gibt es auch das Feuchtgebiet „Provincial Nature Reserve Diaccia Botrona".

Vielen Leute, mich inklusive, ist das nicht wirklich ins Auge gestochen.

Quelle: Marco Caruso

Diaccia Botrona ist ein Sumpfgebiet mit einer Fläche von über 1‘200 Hektar. Es ist eines, wenn nicht das Feuchtgebiet der Toskana, in dem viele Vogelarten beim Durchzug überwintern und einheimische Arten leben. Neben eleganten rosa Flamingos können sie hier Reiher und viele Arten von Enten in freier Wildbahn sehen.

 

Wie erreichen sie das Diaccia Botrona?

Quelle: Marco CarusoVon Castiglione aus kommend fahren Sie auf der Landstraße SS322 Richtung Marina di Grosetto. Nachdem Sie die Brücke über die Bruna überquert haben biegen sie sofort links ab und folgen der Straße die parallel zum Fluss verläuft zur Casa Ximenes (Rotes Haus, siehe Bild links).

Von hier haben Sie eine schöne Aussicht auf die gesamte Diaccia Botrona. Hier finden Sie auch ein Multimedia-Museum in dem Sie sich auf die Diaccia Botrona und ihre Wanderung vorbereiten können.

Alternativ, aber auch schwieriger, ist die Zufahrt von Grosseto aus. Auf der SS 3 fahre sie ca. 6-7 km Richtung Castiglione bis sie eine kleine Ansammlung von Häusern bei der Brücke über die Badia finden (Ponti di Badia liegt bei der Kreuzung SP dellla Padule und SP Strette, Geo-Koordinaten 42.789102N,10.943743E). Überqueren Sie die Brücke und folgen Sie der Straße bis Sie die Sümpfe von Diaccia Botrona erreichen.

Hier müssen Sie das Auto dann parken und entlang des Hauptweges bis zur Insel Clodia zu Fuss weitergehen. Am Einfachsten ist es, wenn Sie die Casa Ximenes als Orietierungspunkt benutzen.

Sollten Sie die Casa Ximenes nicht sehen, dann sind sie zwar in der Diaccia Botrona aber haben einen anderen Ausgangpunkt gewählt.

 

Wann sollten sie die Diaccia Botrona besuchen?

Während der Wintermonate ist die Diaccia Botrona ein Paradies für "Vogelbeobachter", die, bewaffnet mit einem guten Fernglas oder einer Kamera, einheimische Vögel in ihrer natürlichen Umgebung beobachten wollen.

Von März bis September ist aber definitiv die beste Zeit. Mit den ersten Anzeichen des Frühlings erreichen auch die ersten Watvögel, Enten und auch die weißen Reiher die Diaccia Botrona. Später kommen dann Rohrsänger, Lerchen und Nachtigallen in die Region und die Luft ist mit Vogelgezwitscher gefüllt. Aber bitte lassen Sie Vorsicht walten und folgen den ausgeschilderten Anweisungen, da Sie die Tiere während der heiklen Brutzeit nicht stören sollten.

Zwar verlassen im Herbst viele Zugvögeln die Region, aber die Sumpfvegetation zeigt nach den ersten Regenfällen außergewöhnlichen Farben. Zusammen mit dem weichem Herbstlicht ergeben sich wunderbare Fotos.

Wie ihr gemerkt habt, habe ich Bilder von Marco Caruso bei dieser Ausgabe eingefügt. Mir haben die Bilder sehr gut gefallen und wer will, kann mehr dazu bei www.flickr.com sehen